Arbeitsschutz in der Logistik und beim Transport

Hauptbestandteil des Bereiches Logistik sind die Lagerung und der Transport von Gütern aller Art. Zum Transport gehört das Ein- und Ausladen der verschiedenen Güter, das eine starke Belastung für den Körper darstellt. Vor allem der Rücken wird stark beansprucht, was sich nach vielen Jahren Berufstätigkeit in Rückenbeschwerden bemerkbar macht. Wie sieht es denn eigentlich aus mit dem Arbeitsschutz in der Logistik und beim Transport? Hierzu sieht das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) Maßnahmen vor, die umgesetzt werden müssen.

Gesund in der Logistik und im Transport arbeiten

Die Arbeitsumgebung

Der Arbeitsschutz in der Logistik und im Transport beginnt bei der Arbeitsumgebung. In diesem Bereich also dort wo morgens die Mercedes Transporter und LKW beladen werden. Hier sind die Verkehrswerte übersichtlich und sicher zu gestalten und Durchfahrtshöhen ausreichend zu dimensionieren. Zudem sind geeignete Sicherungsmaßnahmen wie Abschrankungen und Umzäunungen anzubringen. Alle Arbeitsflächen sind ausreichend zu beleuchten und eine geeignete Belüftung ist vorauszusetzen.

Das Be- und Entladen im Transportwesen

Zum Be- und Entladen der Transportfahrzeuge sind Arbeitshandschuhe und Arbeitsschuhe bereitzustellen sowie geeignete Transportmittel wie Sackkarren, Rollbehälter und weitere Hebe- und Transporthilfen wie zum Beispiel Gabelstapler. Zudem sieht der Arbeitsschutz in der Logistik und beim Transport rückenschonendes Verhalten des Arbeitnehmers vor.

So lassen sich Rückenbelastungen im Transportwesen verringern:

  • Der Rücken sollte möglichst aufrecht und gerade gehalten werden. Ein Rundrücken oder Hohlkreuz sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Lasten langsam und nicht ruckartig aufnehmen.
  • Zum Anheben der Lasten leicht in die Knie gehen und die Kraft der Beine einsetzen.
  • Die Füße ein wenig auseinander stellen, mindestens hüftbreit.
  • Die Füße sollte dabei vollständig Bodenkontakt haben.
  • Lasten nicht mit ausgestreckten Armen, sondern so nah wie möglich am Körper transportieren.
  • Wann immer es möglich ist sind Transporthilfen einzusetzen.

Weitere Leistungsanforderungen im Arbeitsschutz für Logistik und Transport

Arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Vorschriften

Zu den sehr praktischen Maßnahmen im Arbeitsschutz im Branchenzweig Transport und Logistik gehören auch arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Dazu gehören unter anderem die betriebsärztliche Betreuung, die sicherheitstechnische Betreuung durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Hilfestellungen bei der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen. Weiterhin sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen (G25, G37 und weitere) einzuhalten. Der Arbeitgeber hat zudem die Verantwortung zu übernehmen, dass Mitarbeiter bezüglich Arbeitsschutz und Brandschutz unterwiesen werden, eine Ausbildung für einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert wird, Flucht- und Rettungspläne vorhanden sind und Alarm- und Brandschutzordnungen erstellt werden. Weiterführende Informationen finden sich in den DGUV Regeln, die auch online gelesen werden können.

Aufgaben des Arbeitnehmers im Transportwesen

Diese Aufgaben hat der Fahrzeugführer zu übernehmen

Der Fahrzeugführer hat ebenfalls Aufgaben zu übernehmen, die für den Arbeitsschutz notwendig sind. Da er als Fahrzeugführer überwiegend im Bereich Fahren und Be- und Entladen tätig ist, gehört die Ladungssicherheit zu den wichtigsten Aufgaben. Auch die Betriebssicherheit des Fahrzeuges obliegt ihm in seinem Berufsbild ebenso das Nachkontrollieren auf längeren Strecken. Zweifelt der Fahrzeugführer an der Eignung des Fahrzeuges für den vorgesehenen Transport, hat er dies mitzuteilen und den Transport abzulehnen. Mit dem Lastverteilungsplan wird sichergestellt, dass die zulässigen Abmessungen, das Gesamtgewicht und die Achslasten eingehalten werden. Für besondere Transporte gelten Bestimmungen des Gefahrgutbeförderungsgesetzes und der Gefahrgutverordnung.